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Jahresrückblick des ersten Bürgermeisters Christian Zuber

Jahresrückblick 2017

 

 

Jahresrückblick

des Ersten Bürgermeisters Christian Zuber
anlässlich der Dezember- Sitzung des Stadtrates
am 14.12.2017

 

In der letzten Stadtratssitzung des Jahres ist es Tradition, dass Bürgermeister und das erfahrenste Stadtratsmitglied vor dem Jahreswechsel noch einmal das Wort an den Stadtrat und die Mitbürger richten.

 

Man erinnert sich dabei auch an Schlagzeilen, welche durch die Medien gingen: dabei fällt einem natürlich das tragische Busunglück auf der A9 ein, bei welchem 18 Menschen ihr Leben verloren. Gedankt sei in diesem Zusammenhang nochmals allen Hilfskräften. Auf unserem Bürgerempfang haben wir die Leistung und das ehrenamtliche Engagement nochmals in einem passenden Rahmen gewürdigt. Aber auch sonst machten wir überregional Schlagzeilen, sorgten wir z.B. doch mit dem abgeknickten Windrad bei Laubersreuth für einen Foto-Tourismus der etwas anderen Art. Positive Schlagzeilen gab es in diesem Jahr auch immer wieder: sei es der Bau des neuen Karbonzentrums an der Hochschule, die Schaffung eines Grünen Zentrums sowie die geplante Millionen-Erweiterung unserer Kliniken Hochfranken. All diese Zukunftsprojekte tun uns gut und stärken unseren Standort nachhaltig.

 

Und dann gab es auch Meldungen, die unter die Rubrik „Kurios“ oder auch „Kreativ“ fallen: oder was haben Sie gedacht, als die Münchberger Verkehrsinseln durch die Bepflanzung mit Cannabis in den Mittelpunkt der Berichterstattung rückten?!

 

Unser Stadtratsgremium hat auch in diesem Jahr wieder von einem sehr guten und konstruktiven Miteinander gelebt. Sachliche Diskussionen wurden geführt, die Meinung des anderen akzeptiert und abgewogen, und in den meisten Fällen wurden Ergebnisse erzielt, die sich zum einen sehen lassen können und uns als Stadt voranbringen, die aber zum anderen jeden auch mit einem guten Gefühl aus den Sitzungen gehen lassen. Nur auf diese Weise kann es vorwärts gehen, nur auf diese Weise kann man den Grundsatz „Gestalten statt verwalten“ auch mit Leben füllen.

Dafür sage ich namens der Verwaltung und auch ganz persönlich ein herzliches Dankeschön an das komplette Gremium, an jede Fraktion, an jedes einzelne Stadtratsmitglied.

 

So haben wir auch in diesem Jahr im Bereich des Bauwesens vieles vorangebracht: die Sanierung der Stammbacher Straße wurde abgeschlossen, mit dem Bau eines Kreisverkehrs wurde ein Unfallschwerpunkt entschärft und eine unserer Einfallstraßen erstrahlt in neuem Glanz. Hauptprojekt im Straßenbau war aber sicherlich der erste Bauabschnitt der Bahnhofstraße: vom Scharfen Eck bis zur Kirchenlamitzer Straße wurden Straße und historische Pocksbrücke erneuert. Dabei gab es sicherlich auch sehr spannende Momente, wie z.B. die Öffnung der Zeitkapsel oder auch als das Pocksgebäude doch mehr oder weniger über einer großen Baugrube schwebte.

 

Auch auf den Ortsteilen ging es in diesem Jahr mit unserem straffen Programm weiter:  die Maßnahme in Schödlas wurde schnellstmöglich abgeschlossen, damit kann heuer noch Biengarten, dem letzten Ortsteil, in welchem wir eine zentrale Abwasseranlage errichten, angegangen werden.

 

Und auch für unsere Familien setzen wir Akzente: in der Ganghoferstraße entsteht eine neue zusätzliche Kinderkrippe und gemeinsam mit der evangelischen Kirche setzen wir die dauerhafte dritte Hortgruppe am Kreuzberg um. Die Grundschüler an der Kreuzbergschule fühlen sich pudelwohl und haben ihr erstes gemeinsames Schuljahr gut hinter sich gebracht. Auch haben wir weiter versucht, den Wünschen von Eltern, Schülern und Lehrern nachzukommen: so wurden zusätzliche Parkplätze geschaffen, die Sprunggrube wurde saniert und nach dem Bushäuschen in der Ganghoferstraße müssen auch die Kinder an der Haltestelle an der katholischen Kirche nicht mehr im Regen stehen.

 

Und auch in Poppenreuth konnten wir zum Abschied unseres langjährigen Schulleiters Rainer Schatz einen seiner großen Wünsche erfüllen: im Zuge der Neuerrichtung von barrierefreien Zugängen wurde der Schulhof saniert, die gebrochenen Waschbetonplatten gehören endlich der Vergangenheit an.

 

Auch eine andere Großbaustelle ist zu Ende: die Sanierung der Kreisstraße nach Stockenroth war dringend notwendig und dank der guten Zusammenarbeit von Landkreis, Stadt und Stadtwerken konnten sowohl ein Fuß- und Radweg als auch ein komplett modernisiertes Wassernetz geschaffen werden.

 

Durch Verschönerungsmaßnahmen und eigene Veranstaltungen werten wir unsere Stadt weiter auf: der Wohnmobilstellplatz wird gut angenommen, der Zugang am Hintere Höhe See ist attraktiv und – ganz aktuell – die neue Weihnachtsbeleuchtung in der sanierten Bahnhofstraße verleiht unserer Stadt nachts einen besonderen Flair. Mit den Veranstaltungen Kinosommer und einem modernen Wiesenfest bieten wir hochklassige Veranstaltungen für die gesamte Region.

 

Am Jahresende blickt man nicht nur zurück, sondern blickt auch gerne mal nach vorne. Was wird uns 2018 erwarten und beschäftigen? Nach vielen Projekten im Straßen-, Kanal- und Brückenbau wird es mit zwei Großprojekten im kommenden Jahr so richtig losgehen. Darüber freue ich mich sehr, weil unsere Bemühungen und Vorarbeiten nun auch sichtbar Früchte tragen werden:

 

Zum einen ist der Architektenwettbewerb – der erste seiner Art in Münchberg – für das Götz- Areal voll im Gange. Hier freue ich mich auf spannende Entwürfe verschiedenster Architekten aus ganz Deutschland. Entstehen soll dabei ein Hingucker mit modernen Wohn- und Geschäftsräumen. Hierfür wird zeitnah das alte Gebäude weichen müssen und ganz neue Perspektiven freigeben. Zudem startet im Mai der 2. Bauabschnitt der Bahnhofstraße, um pünktlich zum 30. Stadtfest die Hauptachse der Stadt fertigzustellen.

 

Zum anderen treffen wir die Vorbereitungen für die Generalsanierung unseres Schützenhauses. Dabei werden die Fraktionen intensiv die Vorbereitungen mit begleiten und mitgestalten. Somit drücken wir im kommenden Jahr auch bei diesem Millionenprojekt auf „Start“. 1996 gab es dafür schon erste Pläne und daher können wir umso stolzer sein, dass nach über 2 Jahrzehnten nun endlich dieses Projekt in die Tat umgesetzt werden wird.

 

Und natürlich wird uns wieder vieles im neuen Jahr bewegen und beschäftigen, mit dem wir gar nicht rechnen. Aber gerade das macht es doch auch spannend, dass wir auch im 654. Jahr nach Verleihung der Stadtrechte wieder gemeinsam anpacken werden.

 

Ich bedanke mich:

-          Zunächst nochmals bei Ihnen, sehr geehrte Stadträtinnen und Stadträte, für die konstruktive, sachliche und
           harmonische Zusammenarbeit auch in diesem Jahr

-          Bei meinen Stellvertretern für die geleistete Arbeit und die Unterstützung

-          Bei den Abteilungsleitern in unseren städtischen Einrichtungen für das gute Miteinander, das oft hohe Pensum an
           geleisteter Arbeit, das Spinnen so mancher Ideen und Pläne, das Aushalten des Chefs und vielem mehr

-          Bei allen Mitarbeitern des Rathauses für die Unterstützung und die geleistete Arbeit

-          Beim Bauhof, der von A wie Abfallbeseitigung bis Z wie Zwiebelstecken wieder gute und verlässliche Arbeit geleistet
           hat und vor allem jetzt im Winter oft rund um die Uhr wieder dafür sorgen wird, dass wir sicher über Münchbergs
           Straßen kommen

-          Bei unserem Alten- und Pflegeheim, die im Bereich der Pflege sehr gute und harte Arbeit leisten

-          Beim Team unserer Stadtbibliothek, die mit dem Bibliothekskonzept die Weichen auf Zukunft gestellt haben und mit
           ihren Veranstaltungen und Ideen (ich sage nur „Bücherschrank“) bereichernd sind

-          Bei unseren Stadtwerken, die nicht nur für eine verlässliche kommunale Versorgung stehen, sondern mit unseren
           Bädern und dem AST eine Infrastruktur betreiben, welche als Standortfaktoren unglaublich wichtig sind

-          Ich bedanke mich ganz herzlich bei den Gewerbetreibenden für Ihre Treue und Ihre Arbeit am Standort Münchberg;
           insbesondere danke an die Werbegemeinschaft für das gute Miteinander und vielen Dank an die Betriebe, welche uns
           beim Kinosommer maßgeblich unterstützt haben

-          Danke an die Vereine, Verbände, Kirchen, die VHS und die vielen Ehrenamtlichen, die sich in unserer Stadt in
           vielfältiger und uneigennütziger Weise engagieren

-          Danke an die Banken für die gewährte Unterstützung, insbesondere gilt mein Dank der Sparkasse Hochfranken, die
           es Münchberg  immer wieder ermöglicht, das ehrenamtliche Engagement in unserer Stadt zu unterstützen

-          Danke an alle Hilfskräfte

-          Und danke an alle, die ich jetzt vergessen haben sollte und diejenigen, welche nicht im Rampenlicht stehen wollen,
           aber dennoch so vieles für unsere schöne Stadt Münchberg leisten

 

Im letzten Jahr habe ich bereits einen Satz in meinen Ausführungen genannt, der auch im kommenden Jahr wieder als Maßgabe für unser politisches und gesellschaftliches Handeln als Grundlage dienen sollte: „Rate den Menschen nicht das Angenehmste, sondern das Beste“. Ich wünsche mir, dass wir mit dieser Basis auch 2018 wieder gute und erfolgreiche Politik hier in Münchberg machen.

 

Gerade die Kommunalpolitik ist es doch, die nahe am Menschen ist, deren Sorgen, Nöte und Ängste ernst nimmt und Antworten liefern kann. Aktuellstes Beispiel aus diesem Jahr ist doch, dass wir mit und für die Hildbrandsgrüner gekämpft haben, dass der Zug nach 2 Jahren des Zuschauens und 130 Jahre nach Eröffnung des Bahnhaltes endlich wieder den Namen ihres Ortsteils auf dem Fahrplan lesen können. Und eines sei auch gesagt: zum einen war der Zug auf seinem Weg von Münchberg nach Hildbrandsgrün (man denke an so manche ICE Strecke) auf die Minute pünktlich unterwegs, zum anderen waren am vergangenen Sonntag gefühlt mehr Menschen bei der Eröffnung des Bahnhaltes in Hildbrandsgrün als bei der Jungfernfahrt des ICE ;-)

 

Ich wünsche allen Mitbürgerinnen und Mitbürgern, allen Gästen in unserer Stadt und unseren Freunden aus der Partnerstadt Jefferson City von Herzen ein paar Tage der Ruhe und des Innehaltens. Genießen Sie diese Tage eines friedvollen und besinnlichen Weihnachtsfestes. „Friedvoll“ betone ich ganz bewusst, denn wenn wir uns so umschauen, dann kann einem in einer Welt mit Krieg, Anschlägen, Hass, Mißtrauen, Umweltzerstörung und Fakenews schon auch Angst werden. Von daher genießen Sie die Advents- und Weihnachtszeit auch zum Innehalten, zum Feiern mit Ihren Liebsten und auch um dankbar zu sein für das, was wir haben und vielleicht manchmal zu wenig schätzen oder als Selbstverständlichkeit ansehen. Zudem wünsche ich Ihnen einen guten Start in das neue Jahr mit der nötigen Kraft und Gesundheit all das umzusetzen, was sie sich vorgenommen haben. 

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